Tele Alpine Project
Über das Projekt
Ziel des grenzüberschreitenden Projekts Tele Alpine ist die Etablierung eines neuen digitalen Nachsorgesystems für Patient:innen nach Herzinfarkt. Das System soll Betroffene dabei unterstützen wichtige Risikofaktoren wie Cholesterin, Blutdruck und Blutzucker optimal einzustellen und dadurch das Auftreten von erneuten Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorzubeugen. Das Projekt wird von Interreg Bayern-Österreich gefördert und grenzüberschreitend in Österreich (Innsbruck) und Deutschland (Augsburg, Füssen) realisiert.
Problemstellung
Trotz erheblicher Fortschritte in Diagnostik und Therapie bleibt der akute Herzinfarkt eine der Hauptursachen für Morbidität und Mortalität in Industrienationen. Neben einer effektiven Akuttherapie, die eine schnellstmögliche Wiedereröffnung des verschlossenen Herzkranzgefäßes im Herzkatheterlabor umfasst, spielt die Sekundärprävention eine entscheidende Rolle. Die optimale Versorgung von HerzinfarktpatientInnen in Grenzgebieten stellt dabei die Gesundheitssysteme aufgrund geographischer, patientenbezogener, koordinativer, regulatorischer und ressourcenbezogener Faktoren vor besondere Herausforderungen. Das Tele Alpine Project widmet sich nun dem ungelösten Problem der grenzüberschreitenden Sekundärprävention nach Herzinfarkt.
Ziele
Das Ziel des Tele Alpine Projects ist es, (1) eine digitale und telemedizinische grenzüberschreitende Sekundärpräventionsstrategie nach Herzinfarkt zu implementieren und (2) in einer randomisierten kontrollierten klinischen Studie die Wirksamkeit dieser Strategien evidenzbasiert zu überprüfen.
Durch die Lösung der bestehenden Hürden wird durch dieses Projekt langfristig eine nachhaltig verbesserte Gesundheitsversorgung nach Herzinfarkt in der Grenzregion ermöglicht. Das Projekt Tele Alpine ist das erste seiner Art, das den Nutzen digitaler Technologien für eine optimierte Sekundärprävention nach Herzinfarkt in einem grenzüberschreitenden Umfeld untersucht und damit das übergeordnete Ziel verfolgt, alle bestehenden Hürden für eine Implementierung in die Regelversorgung speziell für die Grenzregion zu überwinden. Durch diese Vorgehensweise werden nicht nur die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung in der Grenzregion nachhaltig verbessert, sondern es wird auch eine Basis geschaffen, um die digitale Nachsorge als festen Bestandteil der Regelversorgung zu etablieren.
Digitalisierung
Dieses Projekt liefert zudem die Grundlagen für den Einsatz digitaler Technologien in der Behandlung weitere bedeutsamer Herzkreislauferkrankungen wie Herzschwäche und Bluthochdruck, um den bereits existierenden Engpässe der ambulanten Versorgung entgegenzuwirken. Für dieses Projekt haben sich die entscheidenden Universitäten bzw. Krankenhäuser zusammengeschlossen, die über komplementäre Fachkompetenzen in den Bereichen digitale Medizin und grenzüberschreitende Herzinfarktversorgung verfügen und somit eine fundierte Problemlösung gewährleisten.
Projektstandorte
- Österreich:
- •Tirol Kliniken